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„Enlight“ für iOS: Ein Test der Fotoapp

Vor wenigen Tagen erschien „Enlight„, eine weitere App der Entwickler von „Facetune“ im Appstore, mit nicht weniger im Gepäck als dem Versprechen, der perfekte Allrounder in Sachen Bildbearbeitung auf dem iPhone zu sein. Auch der auf den ersten Blick stolze Preis von 3,99€ suggeriert, dass hier entweder Großes geboten wird oder aber, dass der Hersteller von seinem Produkt etwas ZU sehr überzeugt ist. Welche der beiden Optionen zutrifft, habe ich herauszufinden versucht. Hier mein Review auf YouTube:

Interface und Bedienung

Elegant! Viele Bildbearbeitungs-Apps, Vertreter der vermutlich größten Gruppe im Appstore, wirken wie schnell zusammengeschusterte Billigproduktionen. „Enlight“ ist das genau Gegenteil: Trotz der, wie ich später noch zeigen werden, komplexen und vielfältigen Funktionen, geht die Bedienung beinahe spielerisch von der Hand. Das UX ist absolut stringent designed, jeder Button hat einen fixen Platz und man fühlt sich in der Menge der Optionen zu keinem Zeitpunkt verloren oder überfordert. Im unteren Bereich der App hat man zu jedem Zeitpunkt Zugriff auf Kamera und Bibliothek, rechts finden sich alle Bearbeitungsfunktionen und am oberen stehen die Optionen zum Teilen und Speichern des bearbeiteten Bildes sowie der Session zur Verfügung. Einige wenige Funktionen sind etwas versteckt bzw. offenbaren sich nicht auf den ersten Blick; so zum Beispiel das „Nullen“ der Einstellungen mit einem langen Druck auf den jeweiligen Wert und das Umschalten zwischen den verschiedenen Optionen im „Tools“-Bereich.

Funktionen

Der Funktionsumfang ist gewaltig! In meinem Video gehe ich auf jede dieser Möglichkeiten ein, daher hier nur ein paar Highlights:

  • Filter können aus zahlreichen Presets ausgewählt oder bis ins Detail selbst konfiguriert werden. Selbst das Verhalten des dem Preset zugrunde liegenden Analogfilms kann manuell beeinflusst und als eigenes Preset gespeichert werden.
  • Mit einer einfach zu bedienenden Auswahlfunktion lassen sich bestimmte Bereiche im Bild schützen, während der Rest des Bildes gestaucht und verzerrt werden kann. So lässt sich mit wenig Aufwand eine Person in surreale Landschaften stellen – oder was auch immer einem gerade einfällt.
  • Schwarz-Weiß-Konvertierung: Endlich eine BW-Konvertierung mit GUTEN Presets. Gerade von diesem speziellen Bereich war ich häufig enttäuscht, die Filter vieler Apps wirken wie lieblose Kombinationen aus dem entsättigten Bild und ein wenig Rumgedrehe an Kontrast und Belichtung. Bei „Enlight“ sind auf Anhieb viele passende, elegant wirkende Presets abrufbar, die sich beliebig anpassen lassen.
  • Die Maskenfunktion: Jeden Effekt kann ich in „Enlight“ mittels einfacher Touch-Gesten entweder komplett oder aber selektiv vom Bild entfernen oder auf selbige wieder auftragen. JEDEN Effekt. Damit sind nicht nur langweilige Schwarz-Weiß-Bilder mit roten Rosen in der Mitte möglich.
  • Verlaufsfilter: Wie auch in Lightroom, lassen sich in „Enlight“ Verlaufsfilter auf das Bild legen und so zum Beispiel unterschiedliche Farbtönungen in verschiedenen Bildbereichen erzielen (siehe Bild 1 der Galerie weiter oben im Beitrag).
  • Text im Bild: Endlich eine App, die mich in einem Zuge mit der Bearbeitung auch noch Text in das Bild einfügen lässt! Natürlich können nicht nur Schriftart, -farbe und -größe beliebig angepasst, sondern Neigung, Schatten, Laufweite etc. vollkommen flexibel angepasst werden.
  • Speichern von Sessions: Einmal begonnene Bearbeitungsvorgänge kann ich nicht nur von Hand speichern und später wieder aufrufen – die App speichert auch Zwischenstände als unbenannte Sessions und beugt so dem Verlust aufwändigerer Anpassungen vor.
  • Keine In-App-Käufe: „Enlight“ bringt nach dem Kauf gleich das volle Paket mit. Alle Filter und Presets, alle Funktionen und Möglichkeiten sind unmittelbar nach dem Kauf vorhanden und müssen nicht durch weitere Zahlungen freigeschaltet werden.

Ich könnte hier noch eine ganze Weile weiterschreiben, aber schaut euch einfach meinen Test der „Enlight“-App im Video an auf YouTube an. Dort zeige ich alle Funktionen und Workflows, die die App in diesem frühen Stadium bietet. Ich bin gespannt, was sich hier in der Zukunft noch tut!

Zum Schluss noch ein Vorher-/Nacher-Vergleich einer kitschigen HDR-Editierung, die ich normalerweise niemals machen würde. 😉

Vor der Bearbeitung mit Enlight Nach der Bearbeitung mit Enlight

 

Vor wenigen Tagen erschien "Enlight", eine weitere App der Entwickler von "Facetune" im Appstore, mit nicht weniger im Gepäck als dem Versprechen, der perfekte Allrounder in Sachen Bildbearbeitung auf dem iPhone zu sein. Auch der auf den ersten Blick stolze Preis von 3,99€ suggeriert, dass hier entweder Großes geboten wird…

"Enlight"-App im Test: Ergebnisse

Funktionsvielfalt
Bedienung
Qualität der Ergebnisse
Preis
Spaßfaktor

Mag der Preis von 3,99€ auf den ersten Blick hoch erscheinen, so rechtfertigt sich dieser schon nach den ersten Minuten des Herumprobierens. Eine unglaubliche Funktionsvielfalt kombiniert mit einfachster Bedienung machen diese App zu einem Must-have für jeden Smartphone-Fotografen.

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Über Björn

Björn ist ambitionierter, halb-semi-mittelprofessioneller Fotoenthusiast und ein wenig vernarrt in technisches Spielzeug. Im familieninternen Wettstreit mit seiner Frau um die besten Fotos liegt er zwar meist ein kleines Stückchen hinten, aber sie verdient ja schließlich auch ihr Geld damit.

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