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Hostnet Managed Root Cloud Server: Test

Hostnet ist ein Hosting-Anbieter aus Bremen und bereits seit 1994 im Geschäft. Bis 2014 allerdings war die Firma ausschließlich „im Hintergrund“ als Dienstleister für Reseller aktiv und trat für nicht für die Allgemeinheit wahrnehmbar in Erscheinung. Anfang vergangenen Jahres wurde die Produktpalette um Serverlösungen erweitert, die auch vom Endkunden direkt genutzt werden können. Der erste Paukenschlag war der „Dedicated Managed Root Server„, ein dedizierter Server in verschiedenen Ausbaustufen, welcher dem Nutzer zwar vollen Rootzugriff erlaubt, aber trotzdem durch Hostnet gewartet, aktualisiert und supported wird. Für meine Agentur Pixline Media nutzen wir dieses Paket schon seit längerem und sind, nicht zuletzt wegen des hervorragenden Supports und der hohen Zuverlässigkeit, von Hostnet überzeugt.

Vor wenigen Wochen stellte Hostnet ein neues Konzept vor: den „Managed Root Cloud Server„. „Cloud“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass dem Kunden ein eigener Server bereitgestellt wird, der in einem Hardwareverbund arbeitet und auf vom User zu definierende Ressourcen zugreifen kann. Ein ähnliches Prinzip bietet beispielsweise DomainFactory mit seiner JiffyBox an – mit einem grundlegenden Unterschied: Während bei der JiffyBox das Anpassen der Leistung pro 2GB verbrauchtem Speicherplatz ca. eine Minute dauert und die JiffyBox vorher pausiert worden sein muss, funktioniert die Leistungsanpassung bei Hostnet innerhalb von max. 120 Sekunden im laufenden Betrieb – so die offizielle Aussage, in der Praxis ging es bei mir bislang wesentlich schneller. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Einsatz eines 20 GBit/s-RAID6-Verbunds, der nahe an SSD-Geschwindigkeit heranreicht, im Gegensatz zu normalen Festplatten bei der JiffyBox (SSD in höheren Paketen verfügbar).

Um die Perfomance-Anpassungen vorzunehmen, bedient man sich im Kundenbereich eines Sets übersichtlicher Schieberegler:

Hostnet Managed Root Cloud anpassen

Hierbei gibt es die Möglichkeit, entweder aus einem von fünf vordefinierten Presets zu wählen oder eine eigene Kombination von Einstellungen vorzunehmen. Im Bild sind die aktuellen Einstellungen meiner Managed Cloud zu sehen, auf welcher drei WordPress-Installationen und eine Owncloud laufen. Sollten nun weitere Instanzen hinzukommen, lässt sich bspw. der Arbeitsspeicher einfach vergrößern und nach wenigen Augenblicken steht die gewünschte Leistung zur Verfügung, bei minimaler Downtime. Die Abrechnung erfolgt immer sekundengenau auf Basis von 745 Stunden pro Monat.

Weiterhin stehen im Administrationsbereich des Servers folgende weitere Funktionen zur Verfügung:

  • Klonen: Insbesondere für Agenturen ist dies interessant. So kann man beispielsweise einen Server mit einem Shopsystem in Standardkonfiguration vorinstallieren und immer aktuell halten. Möchte nun ein Kunde dieses System nutzen, klont man den Server mit einem Klick, wählt die passende Leistungsstufen aus und hat eine weitere Instanz ohne Einrichtungsaufwand erstellt.
  • Snapshots: Insbesondere vor Systemupdates oder größeren Anpassungen ist es beinahe zwingend erforderlich, ein Backup der betreffenden Umgebung anzulegen. Mit der Snapshop-Funktion passiert dies mit einem Klick. Sollte bei den Änderungen anschließend etwas schiefgehen, kann man den vorher angelegten Snapshot einfach wiederherstellen. Hostnet Managed Cloud Snapshots
  • Restart: Standard, aber wichtig: Wenn’s mal hakt, startet man hier den gesamten Server neu.
  • Freeze: Hierbei wird der gesamte Server eingefroren. Die Daten bleiben erhalten, die Kosten gehen auf 0(!) Cent herunter. Benötigt man den Server später wieder, kann er einfach aktiviert werden.
  • Server löschen: Ist man sich sicher, dass der Server nicht mehr gebraucht wird, kann dieser hier vollständig gelöscht werden. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht zu beachten.

Ich teste meinen Managed Root Cloud Server nun schon seit über einem Monat und bin absolut begeistert – und bekomme für diese Aussage weder Geld, noch Vergünstigungen oder Provisionen von Hostnet. und nehme seit diesem Monat (02/16) am Partnerprogramm teil, da ich nach wie vor überzeugt von Hostnet bin. 😉 Kürzlich habe ich für einen Kunden testweise auf meinem Privatsystem eine Shopware-Instanz installiert, um die Leistungsfähigkeit zu demonstrieren. Also zog ich die Leistung hoch auf 12GB RAM und 8 CPU-Kerne. Den Performance-Anstieg konnte ich sofort mit Pingdom nachvollziehen, innerhalb weniger Sekunden hatte sich die Geschwindigkeit der Seite drastisch erhöht. Nachdem die Demonstration erfolgreich und die Leistungswerte für meine Zwecke wieder etwas over-the-top waren, passte ich die Einstellungen an und war nach wenigen Momenten zurück in meiner Ursprungskonfiguration. Natürlich habe ich auch aus Neugier immer wieder mal an diesen Reglern herumgespielt und konnte bislang keinerlei Probleme feststellen.

Die eigentliche Verwaltung, vergleichbar bspw. mit Confixx oder Plesk, findet mit dem von Hostnet selbst entwickelten Easytecc in Version 4 statt.

Easytecc 4 von Hostnet: Übersicht

Anfangs noch etwas „rough“ und IT-Wissen voraussetzend,  hört man bei Hostnet mit offenen Ohren auf Kundenfeedback und innerhalb weniger Wochen wurde das System drastisch verbessert. Meines Erachtens nach ist die Bedienung für jeden, der sich minimal mit Hosting auskennt, problemlos zu handlen. Im Zweifelsfalle hilft der Support schnell und freundlich.

Damit wird dieser Server zum perfekten Allrounder für alle Anwendungsbereiche. Seien es mehrere kleine private Installationen (ein WordPress, eine Galerie, eine OwnCloud), Unternehmenspräsenzen oder Onlineshops mit viel und steigendem Traffic: Durch die einfache Anpassung der Leistung ist man zu keinem Zeitpunkt auf einmal ausgesuchte Einstellungen festgelegt, sondern kann den Server mit der eigenen Seite wachsen lassen. Für mich stellt der Managed Root Cloud Server ohne jeden Zweifel das zur Zeit beste System auf dem Markt dar – und da testen nichts kostet, empfehle ich jedem Betreiber einer Webseite dringend, hier einmal vorbeizuschauen.

Hier noch das offizielle Werbevideo von Hostnet zum Cloud Server…

…sowie ein Interview mit Hostnet-Gründer und -entwickler Sebastian Jäschke zum Thema Managed Root Cloud Server.

Hostnet ist ein Hosting-Anbieter aus Bremen und bereits seit 1994 im Geschäft. Bis 2014 allerdings war die Firma ausschließlich "im Hintergrund" als Dienstleister für Reseller aktiv und trat für nicht für die Allgemeinheit wahrnehmbar in Erscheinung. Anfang vergangenen Jahres wurde die Produktpalette um Serverlösungen erweitert, die auch vom Endkunden direkt genutzt werden können.…

Allrounder für alle Ansprüche

Preisgestaltung
Bedienbarkeit
Verwaltung via Easytecc
Support
Flexibilität

Einfach zu handhaben, fair in der Preisgestaltung und unglaublich flexibel: perfekt für Webseiten, Shops und sonstige Serveranwendungen jeder Größe, die sich nicht an starre Pakete binden wollen und für die eine Downtime von mehreren Minuten nicht akzeptabel ist.

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Über Björn

Björn ist ambitionierter, halb-semi-mittelprofessioneller Fotoenthusiast und ein wenig vernarrt in technisches Spielzeug. Im familieninternen Wettstreit mit seiner Frau um die besten Fotos liegt er zwar meist ein kleines Stückchen hinten, aber sie verdient ja schließlich auch ihr Geld damit.

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6 Kommentare

  1. Was zahlst Du denn monatlich für Dein privates Setup wenn ich fragen darf?

    • Du darfst: Momentan 0,03€ pro Stunde x 745 Stunden im Monat = 22,35€. Die kleinste Konfigurationsstufe, die in aller Regel ausreicht, kostet 14,90€.

  2. Ah okay – ich bin immer noch am Überlegen ob ich mir auch ne Owncloud Installation zulege.

  3. Hast du schon Erfahrungen bezüglich Multimedia mit hostNet sammeln können, speziell Videos?

    • Durchaus, ja. Was konkret würde Dich interessieren? Die Performance stellt ohnehin keine Probleme dar. Auch mit unserer Agentur nutzen wir für viele sehr große Projekte häufig HostNet und die Servertests, bspw. mit onpage.org, liefern immer Top-Werte.

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